Sie finden hier Informationen darüber, wie die Kirche seit 2000 Jahren die Welt belügt. Es stehen hier die Wahrheiten, welche die Kirche Ihnen verschweigt. Was hier zu lesen ist, kann für empfindliche Gemüter ein Schock sein, besonders, wenn sie als Christen schon sehr lange den Lügen der Kirche aufgesessen sind. Doch es ist Zeit, die Wahrheit über die Entstehungsgeschichte des Christentums aufzuzeigen. Diese Seite dient zur Information, nicht dazu, Irgendjemanden zu etwas zu bekehren. Was der Leser mit die- sem neuen Wissen anfängt, liegt allein bei ihm. Es wird detailliert dargestellt, wie die Kir- che systematisch Mythen des Heidentums ( was sehr viel älter als das Christentum ist) stahl, und daraus eine neue Religion fälschte. Sie erfahren hier ausführlich, warum die Bibel eine einzige Aneinanderreihung von Lügen und Verfälschungen ist. Die Themen: |
APHRODITE ASTARTE ATTIS AUGUST BIBEL,BUCH DER LÜGEN BRIGIT BRISINGAMEN BYBLOS CHOMOLUNGMA COVENTINA DIANA DRUIDEN EIRE EULE EVA FATA MORGANA FÄLSCHUNG FEEN FOCUS FREITAG GAWAIN HALJA HATHOR HEIDENTUM HEILIGER HAIN HEL HEXEN, VERHEXEN ISIS JEANNE D ´ARC JESUS KARL DER "GROßE" KREUZ KYBELE MARIA ODIN OSIRIS OSTERN PETRUS PUCELLE ROSENKRANZ SARA-KALI THOR WALPURGIS,HEILIGE WEIHNACHTEN WOTAN
APHRODITE
Aphrodite hatte fast so viele Emanationen wie die tausend-namige Kali.Sie war nicht nur
Mari,Moira, Marina, Pelagia,Stella Maris,Ilithya,Venus,Urania.Sie war nicht allein auf
Griechenland beschränkt.Ein Hauptzentrum der Verehrung dieser Göttin war Pa- phos auf
Zypern.Unter der Diktatur des Christentums wurde der Aphroditetempel
auf Zypern in ein Heiligtum der Jungfrau Maria verwandelt ,ein anderer Name derselben
Göttin,aber in diesem Heiligtum wird die Jungfrau Maria bis zum heutigen Tage als
"Panhagia Aphroditessa","Allheilige Aphrodite" verehrt.Ihr Kult
nahm nach 70 n. Chr. vom Haupttempel in Jerusalem Besitz.Im 4. Jahrhundert fand die Mutter
des Kaisers Konstantin,Helenea, angeblich unter dem Jerusalemer Aphroditetempel das wahre
Kreuz Christi. Eines der größten Heiligtümer Aphrodites in Kleinasien war die Stadt
Aphrdisias, einst der Göttin Ishtar geweiht.Der Kalender bewahrt den Namen der Göttin
immer noch im Monat April (Aphrilis),der ihr geweiht war.Der antike Kalender des Romolus
besagt,daß dies der Monat der Venus war.(Top)
ASTARTE
Herrin von Byblos,eine der ältesten Formen der Großen Göttin im Nahen Osten,sie wurde
mit der ägyptischen Hathor,der mykenischen Demeter und der zyprischen A- phrodite
gleichgesetzt.Die Könige von Sidon konnten nicht ohne ihre Erlaubnis regier- en.Jeder
König nannte sich selbst erster und oberster "Priester der Astarte".Astarte
regierte die Geister der Verstorbenen,die im Himmel wohnten und Lichtkörper besa-
ßen,von der Erde aus waren sie als Sterne sichtbar.Astarte wurde
von den christlichen Autoren,die automatisch davon ausgingen,daß jede Gottheit der
Bibel,die nicht Jah- weh war,ein Bewohner der Hölle sein mußten,zu einem Teufel gemacht.Gelehrte,die
das Mysterium der Astarte wirklich verstanden haben,erkennen in ihr einen alten Pro- totyp
der Jungfrau Maria.Die heiligen Dramen in Syrien und Ägypten feierten an jedem 25.
Dezember die Wiedergeburt des Sonnengottes durch die Himmelsjungfrau.(Top)
ATTIS
Der Attis-Kult beeinflußte das frühere Christentum stark.Attis begleitete Kybele,die
große Mutter der Götter,die 204 VOR Chr. von Kleinasien
nach Rom gebracht wur- de. Auf dem Vatikanhügel wurde ihr ein
Tempel errichtet,wo sie bis ins 6. Jahrhun- dert blieben.Zuerst wurde Attis von der
Göttin,die Kaiser Augustus als Höchste Mut- ter Roms ansah,getrennt und ihr
untergeordnet.Attis war ein Sohn der irdischen Inkar- nation der Göttin,der Jungfrau
Nana.Er wuchs auf,um Opfer und Retter zu werden, getötet für das Heil der
Menschheit.Sein Leib wurde von den ihn Anbetenden in Form von Brot gegessen.Er wurde von
den Toten erweckt als der "Höchste Gott,der das Universum zusammenhält".Die
Passion des Attis wurde am 25. März gefeiert,genau neun Monate vor der Sonnwendfeier
seiner Geburt am 25. Dezember.Die Christen beanspruchten dieselben Umstände für
Empfängnis und Tod ihres Heilands.Daraus ergaben sich natürlich Probleme.Die Christen
retteten sich mit mit dem bevorzugten Argument,daß der Teufel die heidnischen Mysterien
begründet hatte,um das Christ- entum zu imitieren,noch bevor es das Christentum
gab:"Der Teufel ahmt durch die Mysterien seiner Götzen sogar die wichtigsten Teile
der göttlichen Mysterien nach". Die Anhänger Attis´verloren ihre heiligen Tage
schließlich an die Christen .Justinian bestimmte,den 25. März zum
Fest der Verkündigung Mariä.Natürlich war der der Tag der Verkündung der Tag
der Empfängnis Jesu,so daß er wie Attis neun Monate spä- ter zum Zeitpunkt der
Wintersonnwende geboren werden konnte.(Top)
AUGUST
Der römische Monat der Orakelgöttin Juno Augusta.Der erste römische Kaiser,Au-
gustus,übernahm seinen Titel von der Großen Göttermutter,von der es hieß,daß sie sich
in seiner Frau Livia Augusta inkarnierte.Ihr Haus stand dem Tempel der Großen Mutter
gegenüber,die Augustus als Nationalgöttin verehrte.Bei den europäischen Hei- dInnen
begann der Monat August mit einem der Hauptfeste der Göttin,dem Lammas- abend,abgeleitet
von "blaf-mass",dem "Brotfest".Die geheime Verehrung von Ops,Ce-
res,Demeter oder Juno Augusta erhielt sich über das Mittelalter hinaus in Riten,die an
die Getreidemutter Lammas gerichtet waren,welche den Erntemonat beherrschte.Die Männer der Kirche versuchten immer wieder,die Verbindung der Göttin
zu ihrem Ernte- monat zu verschleiern.Es wurde offiziell erklärt,daß der August nach dem
heiligen Au- gustinus benannt worden sei-natürlich "prophetisch",da der Monat
schon Jahrhunderte vor der Geburt des Heiligen seinen Namen bekommen hatte.(Top)
BIBEL, BUCH
DER LÜGEN
Diese Bezeichnung für ein heiliges Buch leitet sich von Byblos ab,der Stadt der Gro- ßen
Mutter,dem ältesten,ununterbrochen benutzten Tempel der Welt.Die Göttin, ge- nannt
Astarte,Baalat,Hathor usw.,war die Schutzpatronin des Lernens,ihre Priester- innen
begründeten eine Bibliothek,die aus den von ihnen gesammelten Papyrusrollen bestand.Darum
nannten die Griechen jeden Papyrus "byblos",was zur Bedeutung "heiliges
Buch" führte.Deshalb die "Bibel".In mehreren
Büchern der Bibel bedeutet das Wort,das mit "Gott" übersetzt wird,in
Wirklichkeit den femininen Plural "Göttinnen". Manche der Wunder,die den
biblischen Helden zugeschrieben werden,wurden von älteren Mythen der Göttin übernommen.Daß
Josua die Sonne festhalten konnte, war ein Vorgang,der früher den Priesterinnen von
Isis,Hekate und der thessalischen Gro- ßen Göttin zugeschrieben wurde.Moses blühender
Stab,der Fluß voller Blut und die Gesetzestafeln waren Symbole der alten Göttin.Seine
Wundertat,Wasser aus einem Felsen fließen zu lassen,wurde zuerst von Mutter Rhea
vollführt.Die wunderbare Tei- lung des Meeres,mit deren Hilfe die
Israeliten trockenen Fußes aus Ägypten fliehen konnten,war zuvor bereits von Isis oder
Hathor auf ihrem Weg nach Byblos vollbracht worden.Nach einer weitverbreiteten
Legende über den Ursprung der Bibel wurde das alte Testament von 72 Übersetzern vom
Hebräischen ins Griechische übertragen,die von Eleazar,einem jdischen Hohenpriester,im
3. Jahrhundert v. Chr. zu Ptolemäus ge- schickt wurden.Der Legende nach schloß
Ptolemäus auf der Insel Pharos die Über- setzer in Einzelzellen ein,wo jeder seine
eigene griechische Version in exakt zweiund- siebzig Tagen erstellte.Die Übersetzungen
stimmten exakt,Wort für Wort,miteinander überein.Natürlich ist das nie so geschehen.Die wirkliche Geschichte der Bibel verlief sehr viel ungeordneter.Im
1. Jahrhundert v. Chr. tauchte eine Sammlung auf,die im 1. Jahrhundert n. Chr. von den
Juden in der Diaspora als heilig akzeptiert und an die Christen weitergegeben wurde.Sowohl
unter den Juden als auch unter den Christen erlebte die Bibel viele Veränderungen.Im 4.
Jahrhundert n. Chr. sammelte der heilige Hieronymus einige hebräische Manuskripte und
redigierte sie,um eine lateinische Ü- bersetzung anzufertigen,die Vulgata,eine Bibel von
bemerkenswerter Ungenauigkeit, die merklich von dem Original,daß Hieronymus zur
Verfügung stand,abwich.Die oft- mals revidierte Fassung der Luther-Bibel (zuletzt
1956-1964) versucht ebenso wie die 1881 begonnene Revision der King James-Bibel,deren
letzte Revised Version von 1952 stammt, einige besonders offensichtliche
Fehler zu korrigieren.Im neuen Testa- ment wurden zwölf
Verse am Ende des Evangeliums nach Markus getilgt bzw. in Klammern gesetzt,weil sie falsch
waren,es waren spätere Einschübe,einschließlich der Worte,die jahrhundertelang
viel Leid verursacht hatten:"wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden". Traditionell verbot die Kirche nicht nur die Forschung,sondern so- gar das
Lesen der Bibel durch Laien.Im ganzen Mittelalter war der Besitz einer Bibel in der
Landessprache ein Verbrechen,das durch Tod auf dem Scheiterhaufen bestraft wurde !Mit
der Reformation wurde das Bibellesen zur Suche nach einer neuen Basis des Glaubens,im
Verlauf dieses Prozesses fanden sich aber auch viele neue Gründe für einen Skeptizismus.
Richard Simons "Critical History of the Old Testament" aus dem 17. Jahrhundert
führte den mittlerweile hinreichend bekannten Beweis, daß die 5 Bücher Mose nicht von
Mose geschrieben,sondern von vielen Händen zu einem spä- teren Zeitpunkt
zusammengestellt worden waren.Bischof Bossuet bezeichnete das Werk Simons als "einen
Haufen Gottlosigkeiten",warf seinen Autor aus dem Oratorium und ordnete die
Verbrennung der gesamten ersten Auflage an.Dr. Alexander Geddes ,ein katholischer
Gelehrter, übersetzte 1792 das Alte Testament mit einem kritischen Anhang und bewies,daß
der Pentateuch (die 5 Bücher Mose) nicht von Mose ge- schrieben und auf keinen Fall
früher als zur Regierungszeit König Davids entstanden sein konnten.Er wurde als
"Möchtegern-Verbesserer des Heiligen Geistes" angeklagt .1889 gab ein Buch mit
Aufsätzen über die Bibel,"Lux Mundi",die ganze angebliche Historizität und
göttliche Inspiration der Bibel auf und räumte ein,DIE BIBEL SEI
EINE WIRRE MASSE VON MYTHEN, LEGENDEN UND VERSTÜMMELTEN GESCHICHT- LICHEN
TATSACHEN,einschließlich zahlreicher,sich widersprechender Fakten.Viele
Kirchenmänner des 19. Jahrhunderts bestanden darauf,daß der alleinige Autor der Bibel
Gott sei.Dekan Burgon schrieb:"Die Bibel ist die eigentliche Äußerung des Ewi-
gen,so sehr Gottes eigenes Wort,als ob die hohen Himmel sich geöffnet hätten und wir
Gott hörten,wie er mit menschlicher Stimme zu uns spricht".Nach Dr. Baylee ist die
Bibel "unfehlbar genau;alle ihre Geschichten und Erzählungen jeglicher Art sind ohne
jede Ungenauigkeit". Maurice Jones (schrieb 1934 "The New Testament in the Twen-
tieth Century"):"Wenn die Theorie vom Christus- Mythos wahr ist,dann hat die ge-
samte zivilisierte Welt seit fast zweitausend Jahren unter dem Fluch der Lüge
gelebt". Der Erzbischof von Canterbury fand es unmöglich,die
offensichtlichen Lügen der Bi- bel zu leugnen und begann seinen Rückzieher mit der
folgenden wehmütigen Frage: "KÖNNTE NICHT DER HEILIGE GEIST VON MYTHEN UND LEGENDEN
GE- BRAUCH MACHEN ?" Augenscheinlich war die Bibel voll von Mythen und
Legenden, aber die meisten Theologen in den Amtskirchen hatten keine
Vorstellung von ihrer Bedeutung.Ein Grund dafür war,daß sie nicht die entsprechenden
Mythen und Legen- den anderer Kulturen studiert hatten.Christliche Missionare verbrannten
in ihren arro- ganten Vandalismus Bücher und Kunstwerke und zerschlugen Statuen.Das
Singen und Anhören der Gedichte und Lieder aus den heidnischen Traditionen wurde
verboten, anstatt sie anzuhören und aufzuzeichnen.Die meisten Geistlichen achten
darauf,daß ihre Gemeinden nichts über die wahren Quellen der biblischen Mythen erfahren.Die
primitivsten oder uninteressantesten dieser Mythen werden ständig als tiefe Allegorien
oder metaphorische Geschichten neu interpretiert.In ähnlicher Weise werden auch viele der
wirklich unangenehmen Passagen ignoriert,zum Beispiel "Eine Hexe sollst du nicht am
Leben lassen" (Exodus 22,17)oder Gottes häufige Befehle, gnadenlos Krieg zu führen.
Die Männer der Kirche gaben nicht nur fälschlicherweise vor,die Evangelien stammen von
den Aposteln her,sondern sie tilgten auch alle Hinweise,daß Frauen an den Anfängen des
Christentums beteiligt waren.Nur die verbotenen gnostischen Evan-
gelien bewahren Hinweise darauf,daß Jesus entsprechend den 12 männlichen Apo- steln auch
12 weibliche Apostel hatte,oder daß Maria Magdalena ihre Anführerin war. Man
ersetzte den Hinweis auf die Frauen durch "verehrungswürdige Brüder".(Top)
BRIGIT,HEILIGE
Dreifache Göttin des großen keltischen Reiches der Brigantia,das Teile Spaniens,
Frankreichs und der britischen Inseln umfaßte.Bevor sie zur Heiligen wurde,war sie eine
typische weibliche Dreiheit:Brigit herrschte,ihre beiden Schwestern regierten die Künste
des Heilens und des Schmiedens.Brigits Priesterinnen in Kildaere unterhielten ein ewiges
Feuer,ähnlich dem des Vestatempels in Rom.Brigit hatte in Kildaere 19 Priesterinnen,die
den 19jährigen Zyklus des keltischen "Großen Jahres" repräsentier- ten.Da die katholische Kirche den Kult der Brigit nicht auslöschen
konnte,sprach sie sie unvorsichtigerweise heilig und nannte sie Brigitta oder Bridget.Die
Hagiographen erklärten sie zur Nonne,die ein Kloster bei Kildaere gegründet hatte.Aber
das Kloster war wegen seiner Heilungswunder und funktionierenden Fruchtbarkeitsmagie
bekannt. Den Kühen versiegte die Milch nicht,Blumen und Kleeblätter entsprangen den
Fußspu- ren Brigits,in ihrer Gartenlaube herrschte der ewige Frühling.Irische
Schriftsteller wei- gerten sich,ihre Göttin zu einer bloßen Heiligen zu reduzieren und
bestannten darauf, daß sie die Himmelskönigin war,was sie mit Maria gleichsetzte.Das
Fest der heiligen Brigit wurde am ersten Februar gefeiert,nach dem heidnischen Kalender
war das der erste Tag des Frühlings.In Rom wurde dieser Tag als Lupercalia begangen,der
Venus und allen Frauen geweiht.Mit unfreiwilliger Ironie verwandelte
die Kirche den Tag in das Fest Mariä Reinigung oder Lichtmeß.Dieses Fest bewahrte
viele seiner heidnisch- en Symbole und galt als ein Hauptfest der Hexen.Brigit wurde
mehrfach heiliggespro- chen.Ein Ableger der antiken Brigit"Versammlungen" war
ein Haus der Brigiden von Zion,gegründet 1420 am Ufer der Themse,wo es bis 1589 als
Bildungszentrum für ad- lige Damen blühte.(Top)
BRISINGAMEN
Halskette Freyas,im nordischen Mythos die magische Regenbrücke zum Paradies. Auch Ishtar
trug die Regenbogen-Halskette,die von der Persern in die rasiermesser- scharfe Brücke zum
Paradiesberg umgedeutet wurde.(Top)
BYBLOS
Ältester und berühmtester Sitz der semitischen Großen Göttin,die unter den Namen
Mari,Astarte,Aschtoret,Ishtar,Isis oder Hathor bekannt war.Die Könige von Byblos er-
hielten ihr Mandat von der Göttin,bevor sie ihre Herrschaft antraten.Vor Jahren stellte sich heraus,daß die früheren Gelehrten die Worte
"Herrin von Byblos" in aramäischen Texten,die sich auf die Göttin
bezogen,falsch als "Herr von Byblos" gelesen hatten.In Wirklichkeit hatte
es in Byblos nie einen Gott gegeben,dessen Macht an die der vielna- migen Herrin
heranreichte.(Top)
CHOMOLUNGMA
"Göttin,Mutter des Universums",der wahre Name des
höchsten Berges der Welt,der von westlichen Menschen nach einem Mann Mount Everest benannt wurde.Diesen maskulinen Namen erhielt die
Göttin Mutter von fremden Invasoren,die es vorzogen, alle Dinge mit patriarchalischen
Namen zu versehen.(Top)
COVENTINA
"Mutter der Hexensabbate" (engl. coven ist der Hexensabbat oder eine Versammlung
von Hexen),ein verbreiteter Name für die keltische Göttin als Schutzpatronin
heilkräfti- ger Brunnen und Quellen.Eine Versammlung von dreizehn Hexen sollte die
dreizehn Mondmonate darstellen.(Top)
DIANA
"Himmelskönigin",ein römischer Titel der dreifachen Göttin
als:1.Mondjungfrau,2.Mut- ter aller Geschöpfe und 3.Jägerin.In Griechenland hieß sie
Artemis.Ihre wichtigsten Heiligtümer standen in Ephesos und Nemi,dem heiligen Hain.Sie
war auch Dione,Diana Nemorensis oder Nemetona,die Göttin des Mondhains.Der Dianakult war
in der vor- christlichen Zeit so weit verbreitet,daß die ersten Christen sie als die
Hauptrivalin ihres Gottes betrachteten. Deshalb wurde sie später die "Königin der
Hexen" genannt.Die Evangelien verlangten die völlige Zerstörung aller Tempel der
Diana,der großen Göt- tin,die "von der ganzen Provinz Asien und von der ganzen Welt
verehrt wird" (Apostel 19,27).Im 5. Jahrhundert galt sie den GallierInnen als
höchste Gottheit.Die Christen äußerten sich abschätzig über den gallisch-heidnischen
Brauch,den Geist der Diana in einem abgeschnitteten Zweig oder Baumstamm zu
verehren.Gozbert,ein fränkischer Stammeshäuptling des 7. Jahrhunderts,dagegen:"Der
christliche Gott kann "nicht bes- ser sein als unsere eigene Diana".Im 4. Jahrhundert n. Chr. übernahm die Kirche das Heiligtum in Ephesos
und weihte es der Jungfrau Maria.Im Jahre 431 gab es in Ephe- sos eine der ersten
Kirchen,die "Unserer Lieben Frau" gewidmet war.Die meisten Menschen glaubten
jedoch,das mit dieser Lieben Frau nicht Maria,sondern Diana ge- meint sei.Im Jahre 431 versuchte das Konzil von Ephesos die Verehrung der heidni-
schen Göttin zu verbieten,aber die Bischöfe wurden von Menschenmassen belagert ,die
riefen:"Gebt uns unsere Diana der Epheser! ".Um die Ordnung zu wahren,wurde als
Entschuldigung für die Umfunktionierung der Dianatempel in Kirchen der Heiligen Jungfrau
eine Legende erfunden,nach der Maria ihre letzten Jahre in Ephesos ver- bracht hatte.Einige
Christen hielten Diana für die dreifache Gottheit,die vormals die Welt beherrscht
hatte.Die Beamten der Inquisition hielten Diana jedoch für die "Göt- tin der
Heiden",mit deren Hilfe die Hexen ihre nächtlichen Reisen durch die Lüfte un-
ternahmen. Die Anbetung der Diana wurde,wo immer sie zutage trat,angeprangert und
verurteilt, sogar dann,wenn Mitglieder des Klerus betroffen waren.Im 14. Jahrhun- dert
beobachtete ein Bischof,wie die Mönche der Priorei Frithelstock an einem Wald- altar
einer Statue "der unkeuschen Diana" huldigten.Er zwang sie,die Statue zu zer-
stören.Der berüchtigte Inquisitor Torquemada erklärte Diana ohne
Umschweife zur Teufelin.Diana blieb jedoch das ganze Mittelalter hindurch die
Gebieterin der dichten und dunklen Wälder Europas.Als Dea Arduenna war sie die
Schutzpatronin der Ar- dennen und als Dea Abnoba die des
Schwarzwaldes.SerbInnen,TschechInnen und PolInnen kannten sie als die Wald-Mondgöttin
Diiwica,Devana oder Dziewona.Für lange Zeit - in England bis ins 18. Jahrhundert - blieb
sie die Göttin der Wälder und der Jagd.Einige Bräuche des Dianakultes lebten trotz des
Widerstandes des Klerus sogar in den Kirchen fort.Ein Londoner Pfarrer z.B. äußerte sich
kritisch über eine traditionelle Prozession,bei der ein Hirschkopf in die St. Paul´s
Kathedrale getragen wurde:"...tragen sie in einer Prozession den Kopf eines Hirschen
auf einem langen Speer oder einem Pfahl in die Kirche,wobei die ganze Gesellschaft auf´s
scheußlich- ste in Jagdhörner bläst.Und unter diesem primitiven Pomp schreiten sie bis
an den Hochaltar und bringen ihr Opfer dar.Sie alle benehmen sich wie die verrückten
Jäger der Diana".(Top)
DRUIDEN
Die europäischen Priester der Heiligen Eiche waren unter vielen Namen bekannt.Die
griechische Mythologie bezeichnete die Dryaden als Eichennymphen. In der griechi- sch en
Mythologie hießen die Priesterinnen der Artemis,deren Seelen in ihren Bäumen
lebten,Dryaden.Die Christen griffen die Druiden nicht nur an,weil sie Heiden waren,
sondern vor allem,weil es auch heilige Frauen in höheren Rängen gab.Die druidische
Religion hielt sich erstaunlich lange in einer bemerkenswert großen geographischen
Region.In Hessen verehrten Christen bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. in ihren heiligen
Hainen Eichengötter.Nach Gildas ahmten die christlichen Mönche die Tonsur der Drui- den
nach.In Rußland fanden sich noch 1874 Spuren des Druidenglaubens.Noch deut- lichere
Spuren blieben bis ins 20.Jahrhundert im Heiligen Land bestehen ,wo seit bib- lischer Zeit
Aschera,die Göttin der heiligen Haine,angebetet wurde.In Kanaan galt sie als Ahnin der
Götter.Die Bäume galten immer als tabu.Niemals wurde ihr Holz als Brennholz verwendet,es
diente allenfalls zu Weihzwecken.Viele britische und ameri- kanische Städte besitzen eine
altehrwürdige "Gründungseiche" oder irgendeinen alten Baum,unter dem
Jahreszeitenfeste stattfinden.(Top)
EIRE
Der keltische Name für Irland,der sich von "der Dame Eriu",oder Erinn,der
Dreifachen Göttin,herleitet.Sie war eine Variante der Hera,deren Apfel-Eiland eine Insel
im westli- chen Ozean gewesen sein soll.(Top)
EULE
Die Römer nannten die Eule "strix" (pl. striges);dasselbe Wort bedeutete auch
"Hexe". Die Eule war bei den Griechen der Athene geweiht.Die Eule war auch das
Totemtier von Lilith,Blodeuwedd,Anath und anderen Versionen der dreifachen Göttin des
Mon- des. Nach der christlichen Legende war die Eule eine der "drei ungehorsamen
Schwe- stern".Sie trotzte Gott und wurde in einem Vogel verwandelt ,der niemals die
Sonne sah.In dieser Geschichte läßt sich leicht die Gestalt der Großen Göttin erkennen
und die Feindseligkeit der Kirche ihr gegenüber. Einer der mittelalterlichen Namen für
die Eule war "Nachthexe";es hieß,sie sei eine Hexe in Vogelgestalt.Die Eule ist
auch ein Vogel der Weisheit,denn sie verkörpert die Weisheit der Großen Göttin.(Top)
EVA
Ursprünglich hatte Eva keinen anderen Gefährten als die Schlange.Einige der Völker
sahen die Göttin und ihre Schlange als ihre Ureltern an.Jüdische Überlieferungen aus
dem 1. Jahrhundert vor Ch. setzten Jehovah jedoch mit der Schlangengottheit gleich, die
die Große Mutter in ihrem Garten begleitete.Wie gnostische Schriften überliefer- ten,war
Eva gezwungen,Jehovah zu bestrafen,weil er anmaßend vorgab,der alleinige Schöpfer zu
sein.Er vergaß,daß vor allem anderen die Mutter des All-Lebendigen exi- stierte,die auch
ihn geschaffen und ihm einem Teil ihrer schöpferischen Kraft eingege- ben
hatte.Gnostische Texte schilderten häufig,wie der Schöpfer von einer viel älteren und
stärkeren weiblichen Macht wegen seiner Überheblichkeit gerügt und bestraft wird.Das
Geheimnis der in Gottes Namen-dem Tetragrammaton-verborgenen Kraft bestand darin,daß die
vier heiligen Buchstaben nicht Gott sondern Eva anriefen.Die
Buchstabenkombination JHWH,yod-he-vau-he,leitete sich von der hebräischen Wurzel HWH
ab,in lateinischen Buchstaben E-V-E,die sowohl "Leben" wie "Frau"
bedeutet.Mit dem angefügten J (yod) entstand das Wort,durch das die Göttin ihren
eigenen Namen als das Schöpfungswort anrief-eine in Ägypten und anderen Ländern des
Altertums verbreitete Vorstellung.(Top)
FATA MORGANA
Ein mittelalterlicher Begriff für Sinnestäuschungen,Trugbilder oder Irrlichter,also die
"Magie" der Großen Göttin Morgane.Sie ähnelte in ihren Eigenschaften sehr der
hin- duistischen Göttin Maya,der Schöpferin der Magie. Einem verbreiteten Glauben nach
lebte "Morgane,die Schicksalsgöttin" in Sümpfen und an Meeresküsten,wo sie
Reisen- de mit Hilfe ihrer Trugbilder auf Irrwege führte.(Top)
FÄLSCHUNG
Urkunden,die den Anspruch der christlichen Kirche auf weltliche Macht begründeten, waren
häufig Fälschungen.Dies trifft auch auf die wichtige Doktrin von den Schlüsseln des
heiligen Petrus zu.Unter den Fälschungen aus späterer Zeit sind die Dekretalien des
heiligen Isodor besonders erwähnenswert.Bei ihnen handelte es sich angeblich um
kanonische Schriften und Dekrete des Papsttums aus der apostolischen Zeit bis ins 8.
Jahrhundert n. Chr. hinein,die den päpstlichen Machtanspruch auf die europäischen
Länder bestätigen.Diese Dokumente wurden aber erst etwa im Jahr 850 n. Chr. in
Frankreich verfaßt,obwohl vorgetäuscht wurde,daß sie bis in die früheste Zeit der Kir-
che zurückgingen.Im 15. Jahrhundert fand Kardinal Nikolaus von Kues
nach einer sorg- fältigen Untersuchung der Dekretalien heraus,daß es sich um eine plumpe
Fälschung voller Anachronismen und Geschichtsentstellungen handelte.Die Kirche weigerte
sich anzuerkennen,daß ihre traditionellen Privilegien auf gefälschten Dokumenten
basierten . Arbeiten späterer Gelehrter,die die Fälschungen nachwiesen,wurden
verboten und deren Autoren verfolgt.Apologeten,die den Schwindel durch Interpretationen
wegzu- deuten versuchten,belohnte die Kirche mit kirchlichen Ehrenämtern.Als David Blondel im Jahre 1628 unwiderlegbare Beweise für die Fälschung
der Dekretalien veröffent- lichte,wurde sein Werk prompt auf den Index verbotener Bücher
gesetzt. Zu den fal- schen Dekretalien gehörte die sogenannte Konstantinische
Schenkung,die sowohl die weltliche als auch die geistliche Herrschaft über das gesamte
römische Reich auf Papst Sylvester I. und seine Nachfolger übertrug und die Lehnsgüter
des Kirchenstaa- tes festschrieb.Mit diesem Dokument machte Konstantin den Papst
zum mächtigsten Feudalherren Italiens:"Damit die päpstliche Krone in Würde bewahrt
bleibe,treten wir unsere Paläste,die Stadt Rom und alle Provinzen,Orte und Städte
Italiens und der westlichen Länder ab und überlassen sie dem hochgepriesenen,gesegneten
Pontifex und Papst der Welt,Sylvester".Dem wirklichen Verfasser der Schenkung,einem
päpst- lichen Beamten namens Christophorus,unterliefen jedoch schwere historische Fehler.
So bezeichnete Konstantin sich in dem Schriftstück als Bezwinger der Hunnen,obwohl diese
erst fünfzig Jahre später in Europa auftauchten.Der Bischof von Rom wurde, zweihundert
Jahre,bevor der Titel überhaupt gebräuchlich wurde,"Papst" genannt. Nachdem die Kirche Bücher verbrannt und heidnische Schulen geschlossen
hatte, be- schäftigte sie sich mit einer anderen Art von Betrügerei,mit der Fälschung
durch Unter- schlagung.Die gesamte europäische Geschichte wurde von der Kirche,die es ge-
schafft hatte,sich zur alleinigen Besitzerin literaischer und historischer
Überlieferungen zu machen,in umfassenden Werken neu bearbeitet.Da sie alle wichtigen
Aufzeichnung- en in Klöstern sammelte und das Analphabetentum und die Unwissenheit bei
der Land- bevölkerung förderte,konnte sie die christliche Geschichte ungestraft
fälschen.Eine griechische Redensart besagte,daß das Hauptanliegen des päpstlichen Roms
im An- fertigen falscher Dokumente liegt.(Top)
FEEN
Die alten heidnischen Götter und Göttinen,Stammesvorfahren und PriesterInnen ver-
wandelten sich im französischen,deutschen und britischen Volksglauben allesamt in
"Feen".Die Feenkönigin war offensichtlich keine andere als die alte
Fruchtbarkeitsmut- ter,wie z.B. Demeter oder Ceres.Sie wurde auch
Diana,Venus,Hekate,Sibylle oder Ti- tania genannt.Titania war ein Beiname der kretischen
Rhea als Beherrscherin der Erd- geister,die die Titanen genannt wurden und die Vorfahren
der olympischen Götter wa- ren.Sie vereinigte in sich alle drei Aspekte der Dreifachen
Göttin.das Gebot der Ge- heimhaltung spielte in der Feenreligion eine zentrale Rolle,weil
diese Religion versteckt unter einem religiösen System weiterbestehen mußte,das ihre
AnhängerInnen mit Fol- ter und Tod bedrohte.Einer der Anklagepunkte,die Johanna von
Orlean auf den Schei- terhaufen brachten,war der Vorwurf,sie würde "Feen anbeten und
ihnen Ehrerbietung zollen".Die Feenreligion scheint fast die gesamte christliche Zeit
hindurch im geheimen praktiziert worden zu sein,insbesondere von Frauen.Die Kirche
versuchte unentwegt, ihnen ihre Große Göttin zu nehmen,gab ihnen aber keinen anderen
Ersatz als Maria, der die Macht der alten Göttin fehlte.Französische Priesterinnen der
alten heidnischen Religion wurden als "große Prinzessinnen"
beschrieben,"die der Fluch Gottes traf,weil sie sich weigerten,den christlichen
Glauben anzunehmen."(Top)
FOCUS
Das lateinische Wort für "Herd",den ersten Altar und Mittelpunkt des frühen
Stammes- lebens.Die Göttin des focus war Vesta (die griechische Hestia),deren
Priesterinnen ein immerwährendes Feuer unterhielten,das unzertrennbar mit der Seele Roms
verknüpft war.Dem Glauben nach lag im Altar der Vesta das Zentrum des Universums.Die
Matri- archin war die höchste Priesterin,und alle religiösen Zeremonien konzentrieren
sich um ihren Herd.(Top)
FREITAG
Der Tag der Göttin Freya,der wie alles,was mit weiblicher Göttlichkeit zusammenhing, von
christlichen Mönchen als unglücksbringend bezeichnet wurde.Ein Freitag am 13. Tag des
Monats galt als besonderer Unglückstag,weil der heilige Tag der Göttin mit ihrer
heiligen Zahl zusammenfiel;diese leitete sich von den dreizehn Monaten des heid- nischen
Mondjahres her.Die RömerInnen nannten den Tag "dies Veneris" nach der Göttin
Venus,ihrer Version derselben Göttin.Im Französischen wird auch heute noch der Freitag
als "vendredi" und im italienischen als "venerdi" bezeichnet.Im Mittelalter, als heidnische Verehrer der Freya weiterhin am Freitag
ihren Kult zelebrierten, be- zeichneten die Geistlichen ihren Tag als den Tag der
"Teufelsanbetung".(Top)
GAWAIN
Ein keltischer Name des Sonnengottes.Im Kampf gegen Lancelot nahm seine Stärke zu,bis der
Morgen sich dem Mittag näherte.Sobald die Sonne jedoch den Zenit durch- laufen
hatte,schwanden seine Kräfte,und noch bevor die Sonne unterging,wurde er be- siegt.In
einer anderen Sage erschien Gawain als Symbol der neuen Sonne am Wen- depunkt des
Jahres..Er köpfte den grünen Ritter (das alte Jahr) beim Fest der Winter-
sonnenwende,mußte sich aber im folgenden Jahr dem gleichen Schicksal unterwerfen. Gawain
und seine drei Brüder Gaheris, Gareth und Agravin verkörperten die vier Jahr- eszeiten
des heiligen keltischen Jahres.Alle vier wurden von der Dreifachen Göttin Morgause,der
Schwester-Frau des Artus,geboren,die außerdem Mordred,den Sohn- Neffen des Artus,zur Welt
brachte.Dieser war dazu bestimmt,Artus zu besiegen,und seine Stelle einzunehmen.(Top)
HALJA
Ein gotischer Name für Hel,die Göttin der Unterwelt,die u.a. auch als Helga, Helle,Hol-
le bekannt war.(Top)
HATHOR
Eine ägyptische Göttermutter und Himmelskönigin,die ursprünglich Het-Hert,d.
"Haus" (oder der Schoß) des Himmels" hieß und später Hat-Hor,das
"Haus (oder der Schoß) des Horus".Hathor war "die Mutter jeden Gottes und
jeder Göttin". Sie "schuf sich in der Urzeit selbst und wurde niemals
geschaffen" .Hathor wurde in Israel im 11. Jahr- hundert v. Chr. in ihrer heiligen
Stadt Hazor verehrt,die dem alten Testament nach von Josua zerstört wurde(Josua 11,13/21)
.Die Sinai-Schriften belegen,daß um 1500 v. Chr. hebräische Arbeiter in den ägyptischen Minen am Sinai die Göttin
Hathor verehr- ten und sie mit der Gebieterin von Byblos,Astarte,gleichsetzten.In
Oberägypten war Hathor als Sati oder Satis,"die von den beiden Flußufern",die
Quelle des Nils, bekannt. (Top)
HEIDENTUM
Der Begriff "Heide" stammt eventuell aus dem germanischen Wort
"heiden",das Ver- borgene,denn die Kirche verbot die Riten der alten
Gottheiten,und die Ungläubigen hielten insgeheim an den Riten fest.Im 12. Jahrhundert n.
Chr. beklagte Giraldus Cam- brensis,die Bevölkerung von Irland gebe sich nach wie vor
"alten,barbarischen und ob- zönen Gebräuchen" hin.Petrarca sah 1333 in Köln
"Frauen den Rhein beschwören" in einem,wie es hieß,"Volksritus".Im
10. Jahrhundert versuchte ein Pönitenzbuch,den Frauen zu untersagen,ihre Kinder nach
althergebrachter Weise an einem Kreuzweg der Mutter Erde zu weihen,"denn das ist
finsteres Heidentum".Im 9. Jahrhundert be- richtete die Synode von Rom von
heidnischen Gebräuchen in den Kirchen:"Viele Men- schen,vor allem Frauen,kommen an
Sonn-und Feiertagen in die Kirche,nicht um der Messe beizuwohnen,sondern um zu
tanzen,derbe Lieder zu singen und derlei heidni- sche Dinge mehr zu tun".Natürlich hatte die Kirche die Frauen bewußt angelockt,indem sie die
heiligen Stätten ihrer Göttinnen mit dem Versprechen übernommen hatte,sie könnten ihre
Riten wie gewohnt beibehalten.Sie errichtete Kirchen über den Heiligtü- mern der
syrischen Astarte in Corbrige,Nortumberland,der Diana Nemetona in Bath und des Sarapis und
des Mithras in York.In Cangas de Onis,Arrichinaga und anderen Orten Spaniens entstanden um
heidnische Dolmen und heilige Hügelgräber Kirchen,die noch heute stehen.Heidnische
Götter tauchten sogar in Schnitzereien und Gemälden der Kirchen auf.Noch 1576
beschäftigte eine britische Kirche Arbeiter,um die "mannig- faltigen
abergläubischen Dinge,die zum Erhalt der Götzenverehrung beitragen, nieder- zureißen
und zu vernichten".DIE CHRISTLICHE KIRCHE BESAß (UND BESITZT)
KEI- NE EIGENEN FESTTAGE,JEDES FEST IM CHRISTLICHEN KALENDER WAR UND IST HEIDNISCHEN
ÜBERLIEFERUNGEN ENTLEHNT;EINSCHLIEßLICH OSTERN UND WEIHNACHTEN.Römische Festtage hielten sich besonders hartnäckig,bis sie schließlich
christliche Namen erhalten mußten,um zu entschuldigen,daß die Menschen sie auch
weiterhin feierten.So wurde aus den Hilaria mariä Verkündigung;die Robigalia wurden zum
Fest des heiligen Markus;Quinquatrus wurde zum Fest des heiligen Jo- seph;und das Fest des
heiligen Cyprianus trat an Stelle des Feiertages von Jupiter. Justinian erwirkte in
Kleinasien 70000 Konversionen mit so gewaltsamen Methoden, daß die unterworfenen Völker
schließlich zum Islam übertraten,um sich von den Härten der christlichen Herrschaft zu
befreien.In der Regel widerstanden heidnische Völker dem Christentum so lange wie
möglich,selbst nachdem ihre Herrscher der materiellen Vergünstigungen wegen zum neuen
Glauben übergetreten waren.Ludwig der Fromme bewegte den dänischen Herrscher Harald Klak
dazu,sich taufen zu lassen,und gab ihm ein großes Lehen an der Weser unter der
Bedingung,daß er sein Volk christianisiere; doch die Bevölkerung lehnte sowohl das
Christentum als auch Harald ab.Im 10. Jahr- hundert stieß König
Haakon von Norwegen auf heftigen Widerstand,als er versuchte, das Christentum
einzuführen.Sein Volk rebellierte,brannte die christlichen Kirchen nie- der und zwang
Haakon,die geopferte Pferdeleber zu essen und den Neujahrstrunk zum Wohle
Odins,Freyas,Bragis und des ganzen Göttergeschlechts zu trinken.Selbst man- che
Herrscher lehnten den neuen Glauben rundheraus ab.Im 8. Jahrhundert
erklärte Alkuin,es bestünde keinerlei Hoffnung,die Dänen je zu christianisieren.Ihr
König sei "härter als Stein und wilder als jedes Tier" und wolle von dem Gott
Roms nichts wis- sen.Gewisse Worte lassen in ihrer Abstammung noch etwas vom
Widerstand erken- nen,auf den Missionare stießen.D. LÄNDLICHE
BEVÖLKERUNG SAVOYENS NANN- TE CHRISTEN "IDIOTEN",daher der Begriff
"cretin", "Idiot",der von Chretien,"Christ" abgeleitet ist.Das
dritte Konzil von Konstantinopel verfügte im 7. Jahrhundert ,die Men- schen müßten
aufhören,in Neumondnächten Freudenfeuer zu entzünden und zu über- springen.Vergebens
verurteilte die Synode von Toledo "Götzenanbeter",jene die Stei- ne
verehren,Fackeln anzünden und Quell-und Baumriten begehen.In Ephesos vollzog die
Bevölkerung noch zwölf Jahrhunderte nach Christus uralte Fruchtbarkeitsriten,auch wenn
christliche Schriftsteller berichten,daß "Menschen sich genüßlich in unheiligen
Dingen ergingen,als seien es fromme Werke".Für die HeidInnen waren es in der Tat
fromme Werke.Noch im 18. Jahrhundert verurteilte der Bischof von Woronesch die
"satanischen Spiele",die mit den Opfern für Jarilo einhergingen;und der
bulgarische Mönch Spiridon beklagte,daß die meisten seiner Landsleute nach wie vor statt
Jesus den Donnergott Perun anbeteten.Gegen Ende des 18. Jahrhunderts
gaben irische Geistliche "dem Aberglauben der Einheimischen äußerlich nach,um die
kirchliche Macht zu erringen und aufrechtzuerhalten,indem sie heidnischen Riten das
Christentum "aufpropften".Manchmal verwuchsen Christus und die alten Götter zu
einer widersinni- gen Mischung,so zum Beispiel,als im 15. Jahrhundert eine Kirche in
Istein dem "Jupi- ter Christus" geweiht wurde.Bis zum heutigen Tag wird
jedes Jahr zu Ostern auf dem Berg Lycabettus die heidnische Zeremonie des Neujahrsfeuers
begangen,die an die Wiedergeburt Apollos erinnert.(Top)
HEILIGER HAIN
In Britannien gab es noch im 11. Jahrhundert einen heiligen Wald der Druiden,der Ne- met
genannt wurde.Möglicherweise entsprach er dem Feenwald Broceliande,dem Hain von Merlins
Nemesis,der Gebieterin Nimue,die auch den Namen der Schicksals- göttin des Hains trug.Die
patriarchalischen Priester fanden die Haine anscheinend ge- fährlich. Die Bibel erzählt
von vielen Angriffen auf die "asherim",die Haine der Aschera, die von Volk und
Königen weiterhin kultisch verehrt wurden,obwohl Propheten sie wie- derholt verdammt
hatten:Exodus 34,13; Deuteronium 16,21;Buch der Richter 3,7; 1. Könige 15,13; 2. Könige
18,4 und 21,7.Unzählige moralisierende Mythen berichteten davon, wie sehr die Zerstörer
heiliger Haine den Fluch der Mutter fürchteten. Erysich- thon wagte es,einen heiligen
Hain der Demeter fällen zu lassen,obwohl die Priesterin es ihm durch die Stimme der
Göttin selbst verboten hatte.Die zornige Demeter ver- dammte ihn daraufhin zu ewigem
Hunger,der niemals gestillt werden konnte.Er endete elend als geistig umnachteter
Bettler,der sich den Mund mit Abfall vollstopfte.(Top)
HEL
Eine altnordische Göttin der Unterwelt,aus deren Name sich das englische
"hell" und das althochdeutsche hella (Hölle) ableitete.Der keltische Herr der
Toten,der die "apex" oder die spitze Tiara der Göttlichkeit trug,hieß
Helmann.In früheren Vorstellungen war die "Hölle" anscheinend ein heiliger
Hügel oder eine heilige Höhle der Wiedergeburt, was der altnordische Begriff
"hellir" andeutet.Auf den pazifischen Inseln wurde die Mutter Hölle häufig als
Feuerberg dargestellt,in dessen Inneres eine heilige Höhle führte. Die hawaiische
Vulkangöttin Pele hütete,wie Hel,die Seelen der Verstorbenen in einem regenerierenden
Feuer.Die RömerInnen assoziierten Öfen mit den Tempeln der Großen Göttin.Hel erschien
in mittelalterlichen Sagen als Brunnhilde, "Brennende Hel".Den gleichen Namen
trug die Anführerin der Walküren,die auch als die Rächerin Hild bekannt war.Das
magische Feuer,das die Burg der Walküren umgab,war eine Allegorie der Feuerbestattung.Der
Held durchschritt das Feuer auf dem Weg zu Hel.In späterer Zeit verbot die christliche
Kirche die Feuerbestattung mit der Begründung, daß sie den Körper vernichte und die
"Auferstehung des Fleisches" gemäß kirchlichen Dogma verhindere.Der mehr
praktische Hintergrund für das Verbot war,daß die Ver- brennung eine heidnische
Zeremonie,der Kirche keine Einkünfte einbrachte.Dagegen war es ziemlich
einträglich,Hexen zu verbrennen,denn für jedes Stück Seil,jeden Nagel und jedes Stück
Holz wurden der Verurteilten bzw. ihren Angehörigen überhöhte Prei- se in Rechnung
gestellt.Einige Mythen enthalten Hinweise darauf,daß das Bild der Hel ursprünglich
nichts mit Feuer,sondern mit Finsternis verknüpft war.1646 wurden in See - land Vasen und
Statuen ihrer Heiligtümer entdeckt.Nach manchen Überlieferungen herrschte in ihrem
unterirdischen Reich nicht glühende Hitze,sondern eisige Kälte.Wie ihre griechische
Zwillingsschwester Hekate erschien Hel zuweilen in allen drei Versio- nen der Dreifachen
Göttin. das germanische Gudrunlied stellte sie in Gestalt dreier Jungfrauen als
Herrscherin von Holland vor.Hild,die Prinzessin von Isenland,Hilde die Prinzessin von
Indien,und Hildburg,die Prinzessin von Portugal,lebten in einer mystisch- en Höhle.Der
legendäre Prinz Hagen heiratete alle drei Hel, nachdem er den üblichen rituellen
Zweikampf mit dem früheren König gewonnen hatte.(Top)
HEXEN,VERHEXEN
Diese Bezeichnung für die Zauberei einer Hexe hat eine lange Geschichte,die mit den
Bedeutungen der Zahl Sechs -griechisch "hex",lateinisch
"sex",zusammenhängt.Die Bezeichnung "Hexagramm" ist mit
"Hexe" verwandt.Vielleicht wurden die Hexen nach dem Zeichen benannt,weil sie
"die sechs machten".Eine dreifache Sechs,die 666,galt als die magische Zahl der
Dreifachen Aphrodite (oder Ishtar) in Gestalt der Schick- salsgöttinnen.In der
Offenbarung des Johannes wurde sie "die Zahl des Tieres" (Apo- kalypse 13,18)
genannt.Salomo,der König der Weisen und Magier,vollzog die Heilige Hochzeit mit der
Göttin und erhielt die mystische Summe von 666 Zentnern Gold (1. Könige 10,14).Die
Christen bezeichnen die Sechs gewöhnlich als die Zahl des Satans. Um so erstaunlicher ist
die anscheinend hohe Bedeutung der Sechs in den esoterisch- en Traditionen der
Christen.das Labyrinth auf dem Fußboden der Kathedrale v. Char- tres hat beispielsweise
eine exakte Länge von 666 Fuß.(Top)
Isis
Ägyptische Inschriften verkündeten:"Am Anfang war Isis,die Älteste der Alten.Sie
war die Göttin,aus der Werden wuchs".Als Schöpfergöttin gebar sie den
Sonnenstern,"als er das erste Mal über die Erde aufging".Ihr Beiname
"Spenderin allen Lebens" wurde auch auf die ägyptische Königin-Mutter
angewandt.In ihren römischen Mysterien trug sie den Titel "Die Eine,die Alles
ist".In Ägypten wurde sie angeredet als "Herrin der Götter",Königin mit
den Kronen des Südens und des Nordens,du Einzige ...über der kein Gott sein kann,die du
mächtig bist durch Zauberei (oder:Worte der Kraft)..die du über allem stehst,Mutter am
Ende des Himmels...Preis sei dir,die mächtiger ist als die Götter".Der Name Isis
leitet sich möglicherweise von "Ashesh" ab und bedeutet so gleichermaßen
"das Ausgießen" und "das Ernähren".Isis Stand für den Thron Ägyp-
tens.Die Pharaonen saßen auf ihrem Schoß;dort waren sie durch die Arme bzw. Flü- gel
der Isis beschützt.Das Zeichen auf ihrer Krone war das "mu´at","die
Grundmauer des Throns".Sie lieferte das Vorbild für Moses wunderbare Teilung der
Wasser (2. Mose 14,19-31),die sie anläßlich ihres Zugs nach Byblos ganz nebenbei
bewirkte;auch das Wunder,bei dem Josua die Sonne stillstehen ließ (Josua 10,12-14) wurde
von ihr vorweggenommen,als sie Horus das Leben wiedergab.Weil Horus die Sonne verkör-
perte (identisch mit Ra oder Osiris in deren Funktion als Kinder der Isis),mußte eine
Unterbrechung seines Lebens natürlich einen Stillstand der Sonne verursachen.Die Ä-
gypterInnen kannten Isis unter vielen Namen,darunter Mut,Hathor,Bast,Maat, Heqit, Sekhmet,
Sati, Neith usw.Isis wurde überall in der griechisch-römischen Welt verehrt, von
Alexandria bis Arles,vom Rand der Sahara bis zu den britischen Inseln,von den Bergen
Asturiens bis zur Mündung der Donau.In jedem ihrer Tempel finden sich Reli- efs ,auf
denen ihre Gestalt - die Christen bezeichneten sie als Hexe - in einem Mond- Schiff
dargestellt ist.In vorchristlicher Zeit war dem Schiff der Isis ein eigener Feiertag
gewidmet:das "Navigium Isidis",die Segnung des Isis-Schiffes am fünften März.Der Isis-Kult gelangte um das Jahr 80 v. Chr.
nach Rom,erfreute sich großer Beliebtheit und blühte im
ganzen römischen Reich,bis er vier Jahrhunderte später vom Christen- tum verdrängt
wurde,und man Isis mit der Jungfrau Maria gleichsetzte.Eine Gruppe römischer Christen
bezeichnete sich selbst als Pastophori;der Name bedeutete "Die-
ner der Isis", später entstanden daraus die "PASTOREN".Die Darstellung der
Isis mit dem Horus-Kind auf dem Arm wurde später von der Kirche gestohlen und in Maria
und Jesus umgewandelt.(Top)
JEANNE D ´ARC
"Johanna mit dem Bogen",die Jägerin - auch La Pucelle oder die Jungfrau
genannt,der traditionelle Name einer Priesterin in der Feenreligion.Johanna selbst
behauptete,ihre Mission "am Feenbaum",dem Zentrum des Dianakultes bei
Domremy,erhalten zu ha- ben.(Top)
JESUS
Jesus,"der Gesalbte" (Christos),übernahm seinen Beinamen von den orientalischen
Erlöser-Göttern wie Adonis und Tammuz,geboren von der jungfräulichen Meeresgöttin
Aphrodite-Maria (Myrrha) bzw. Ishtar-Mari (hebräisch:Mariamne).D.
Evangelien stam- men nicht aus seiner Zeit;ihre Autoren kannten ihn nicht persönlich.Die
Namen der A- postel wurden fälschlicherweise mit den Evangelien in Zusammenhang gebracht,
deren Entstehung in die Zeit nach der Kirchengründung (ca. 2 Jahrhundert n. Chr. oder
noch später) fiel und dem Bedürfnis der Kirche nach traditioneller Verankerung
entsprach. Die Mehrheit der BibelforscherInnen glaubt,das die früheste Schrift des Neuen
Testa- ments der 1. Brief an die Thessalonicher war;er wurde wahrscheinlich im Jahre 51 n.
Chr. geschrieben,und zwar von Paulus,der Jesus nie gesehen hatte und keine Detail-
kenntnis von dessen Leben besaß.Die Einzelheiten wurden nachträglich aus den My- then
zusammengetragen,die sich zur Zeit des Römischen Reiches um alle Erlöser- Götter
rankten.Wie Adonis war Jesus demnach von einer geweihten Tempel-Jungfrau in der heiligen
Grotte von Bethlehem,dem "Haus des Brotes" geboren worden.Wie A- donis,Osiris
und andere wurde er in Form von Brot rituell "gegessen".Er nannte sich
"Brot Gottes" (Johannes 6,33).Wie die Anbeter von Osiris machten sich die
ChristIn- nen Jesus im Abendmahlritus zu eigen,um an seiner Auferstehung teilzuhaben.Wie
der phrygische Frühlings - und Jünglingsgott Attis starb Jesus zur Tagundnachtgleiche im
Frühling den Opfertod,aus dem er nach drei tagen wiederauferstand,zu Gott wurde und gen
Himmel fuhr.Wie Orpheus und Herakles hat er "Höllenqualen erlitten",das
Ge- heimnis des Lebens gelüftet und versprochen,alle Menschen zu sich in die Herrlichkeit
zu holen (Johannes 12,32).Wie Mithra und alle anderen Sonnengötter feierte er seinen
Geburtstag zur Wintersonnenwende.Von den älteren Göttern bezog Jesus nicht nur den
Beinamen Christos,sondern auch alle anderen Titel.Osiris und Tammuz
wurden jeweils auch "der gute Hirte" genannt.Serapis war König des Todes
und Herr der Herr- lichkeit.Mithra und Herakles waren das Licht der Welt,Sonne der
Gerechtigkeit. Helios war die aufgehende Sonne,Dionysos König der Könige,Gott aller
Götter. Hermes war der Erleuchtete und der Logos.Mithra war Menschensohn und Messias.
Adonis war Herr und Bräutigam.Mot-Aleyin war das Lamm Gottes.Alle
trugen auch den Beinamen "Erlöser" (Soter).Viel Platz wird in den
Evangelien den Wundertaten Jesu eingeräumt, die seine göttliche Kraft beweisen
sollen.Die Wunder in den Evangelien sind aber nicht einmal originell.Die
Verwandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit von Kanaan ist einem dionysischen Ritual
entliehen,das bei Sidon und an anderen Orten praktiziert wurde.In Alexandria wurde
derselbe Zauber regelmäßig gläubigen Zuschauern vorge- führt,und zwar mit Hilfe eines
ausgeklügelten Systems aus Gefäßen und Siphons,das von einem findigen Ingenieur namens
Heron entwickelt worden war. Viele Jahrhun- derte früher heilten Priesterinnen von Ninive
Blinde mit Speichel; ähnliches wurde von etlichen Göttern und deren Inkarnationen
berichtet.In ihrer Rolle als Erd- und Meeres- mutter vermehrte Demeter von Eleusis Brot
und Fische.Heilungen, Totenerweckung- en,das Beschwören giftiger Schlangen (Markus
16,18)- all das war so alltäglich,daß sich Celsus über die "christlichen"
Wunder entrüstete und sagte,sie seien "nichts an- deres als die üblichen Werke
jener Zauberer,die für ein paar Almosen mitten auf dem Forum größere Taten
vollbringen".Wie eine Fata Morgana erscheint die Gestalt Jesu aus der Distanz klar
erkennbar,bei näherem Hinsehen mangelt es ihr jedoch an Festig- keit. "Seine " Sprüche und Gleichnisse stammen aus anderen
Quellen."Seine " Wunder sind nacherzählte Geschichten.Sogar das Vaterunser ist
bloß eine Sammlung von Tal- mud-Sprüchen,von denen einige aus alten ägyptischen Gebeten
an Osiris entliehen sind.Die Bergpredigt,der vermeintliche
Wesenskern des Christentums,enthält kein Ori- ginalmaterial,sondern besteht aus
Fragmenten der Psalmen,der Prediger, Jesajas, der Geheimnisse Henochs und der Esrabücher.Außerdem war die Bergpredigt Mar- kus,dem Autor des ältesten
Evangeliums,unbekannt.Die Entdeckung,daß die Evange- lien
Jahrhunderte nach der Zeit ihrer Handlung gefälscht wurden,ist immer noch nicht allgemein
bekannt,obwohl die katholische Enzyklopädie einräumt:"Die Vorstellung von einem
vollständigen,klar umrissenen und von Anfang an existierenden Kanon des Neu- en
Testaments... ist geschichtlich unbegründet".Von den vorliegenden
Manuskripten datiert keines auf die Zeit vor dem 4. Jahrhundert.Die meisten sind sogar
noch später verfaßt worden.Die ältesten Texte wie auch der
heutige Kanon der Synopsis wider- sprechen sich gegenseitig.Ihren Schriftenkanon
verdankt die Kirche dem gnostischen Lehrer Marcion,der in der Mitte des 2. Jahrhunderts
als erster die Paulusbriefe sam- melte. Später wurde er als Häretiker
exkommuniziert,weil er der Auffassung wider- sprach, daß die heilige Schrift aus
mystischen Allegorien magischer Machtworte best- ünde. Die von ihm
zusammengetragenen Briefe waren,wenn sie denn tatsächlich von Paulus stammten,bereits
über hundert Jahre alt,und ein Großteil des gesamten Textes bestand aus verfälschten
Einfügungen.Der zynische Papst Leo X. rief aus:"Welchen
Nutzen hat uns doch diese Fabel von Christus eingebracht!".(Top)
KARL DER
"GROßE"
Fränkischer Kaiser,dessen Herrschaft (768-814) den zweiten Wendepunkt in der Ge- schichte
des Heiligen Römischen Reiches darstellte.Karl fand es nützlich, Christ zu sein,da die
Kirche seine Eroberungskriege billigte - wie die heidnischen Stammesre- ligionen es nie
getan hätten -,ihren Anteil der Beute einsteckte und ihn schließlich mit der Kaiserkrone
belohnte.772 ließ er mehr als 4000 Sachsen ermorden und ihr Heilig-
tum in der Ersburg,einen Omphalos der Göttin Hera,zerstören.Nachdem er,um die
heidnischen Stämme zu demoralisieren,ihre Heiligtümer zerstört hatte,machte er sie zu
Vasallen und bekehrte sie zum Christentum,indem er ihnen einfach die Wahl ließ zwi- schen
Christentum und Tod.Alle,die sich gegen die Taufe auflehnten,wurden umge- bracht.In
33 Jahren eines ununterbrochenen Krieges errichtete Karl das Heilige Römi- sche Reich auf
Kosten derart vieler Menschenleben,daß die Historiker nicht einmal versuchten,daß
Ausmaß dieser Massaker abzuschätzen. Karls Politik der Bekehrung durch das Schwert war
so erfolgreich,daß die Kirche seitdem christliche Herrscher bei derartigen militärischen
Aktivitäten immer unterstützte:"Die Bischöfe segnen das Was-
ser und bekehren die Heiden.Wenn einer sich wehrt,wird er verbrannt oder d. Schwert
übergeben".(Top)
KREUZ
das "Lateinische" oder "Passions"-Kreuz,heutzutage das wichtigste
Symbol des Chri- stentums,wurde in der christlichen Kunst nicht vor dem 6. Jahrhundert n.
Chr. darge- stellt.Lange vor dem christlichen Zeitalter war es
allerdings ein heidnisches Symbol in ganz Europa und im westlichen Asien.Die ersten
Christen lehnten das Kreuz sogar ab, weil es heidnisch war.Ein Kirchenvater des 3.
Jahrhunderts,Minucius Felix,bestritt ent- rüstet,daß die Christen das Kreuz
verehrten:"Ihr seid es,ihr Heiden,die am ehesten ein hölzernes Kreuz anbeten...denn
was sonst sind eure Zeichen,Fahnen und Banner, wenn nicht vergoldete und verzierte
Kreuze.Eure Siegeszeichen stellen nicht nur ein einfaches Kreuz dar,sondern ein Kreuz mit
einem Mann daran".Seit uralten Zeiten wur- de in den Feldern,um das Getreide zu
schützen,das Bild eines Mannes aufgestellt, der an einem Kreuz hing.Die Vogelscheuchen
unserer Zeit sind ein Überbleibsel dieser Opfermagie,welche den Sakralkönig
darstellte,dessen Blut die Erde fruchtbar machen sollte.Niemand
weiß genau,ab wann das Kreuz mit dem Christentum assoziiert wurde. Frühe Bilder Jesu
zeigen ihn nicht an einem Kreuz,sondern in der Gestalt des osirisch- en oder hermetischen
"Guten Hirten", der ein Lamm trägt.Später wurden viele ver- schiedene
Versionen des Kreuzes als christliches Symbol verwendet.Sie umfaßten das
Griechische Kreuz mit vier gleich langen Schenkeln,das X-förmige Andreas-Kreuz, die
Swastika,das gnostische Malteserkreuz,das Sonnenkreuz oder Wotanskreuz und das
Henkelkreuz,eine Form,die aus dem ägyptischen Anch entwickelt wurde.Einige wenige
Jahrhunderte lang war das Emblem Christi eher das T-förmige Tau-Kreuz als das Lateinische
Kreuz.Es könnte von den heidnischen Druiden übernommen worden sein,die Tau-Kreuze aus
Eichenstämmen machten;die Äste wurden entfernt ,und oben wurden zwei lange Balken
befestigt,welche die Arme eines Mannes darstellten.Das war der Tau oder Gott.Nachdem das
Tau-Kreuz fast überall durch das Lateinische Kreuz ersetzt worden war,wurde es dem
Apostel Philippus zugeordnet,der angeblich in Phygien an einem Tau-Kreuz gekreuzigt worden
war.Die Kirche vertrat die Ansicht, das das Kreuz Christi aus demselben Holz gemacht
sei,der als Baum des Lebens im Garten Eden gewachsen war.(Top)
KYBELE Große Göttermutter vom Berg Ida,aus Phrygien im Jahr 204 v. chr. nach Rom ge- bracht.Ihr Triumphzug wurde später durch wundersame Legenden verklärt,und die Dichter erzählten von erbaulichen Wundern,die während der Reise Kybeles geschah- en.Ihr Bildnis hatte keine Menschen- oder Tiergestalt,sondern war ein heiliger Stein, eine Personifikation dieser Höhlen bewohnenden Göttin. AUF DEM VATIKAN -HÜGEL ,WO SICH HEUTE DER PETERSDOM BEFINDET,STAND IHR TEMPEL, BIS DIE- SER IM 4.JAHRHUNDERT N.CHR.VON DEN CHRISTEN IN BESITZ GENOMMEN WURDE.In der Blütezeit der Mysterienkulte gehörte sie gemeinsam mit Hekate und der eleusinischen Demeter zu den führenden Gottheiten Roms.Andere Namen der Ky- bele:Rhea Lobrina,Göttin der heiligen Höhlen;Augusta,die große Eine;Alma, die Nähr- ende;Sanctissima,die heiligste.Römische Kaiser wie Augustus,Claudius und Antoninus Pius betrachteten sie als höchste Gottheit des Reiches.Augustus baute seinen Palast ihrem Tempel gegenüber und betrachtete seine Gattin,die Kaiserin Livia Augusta,als irdische Inkarnation der Kybele.Kaiser Julian richtete eine leidenschaftliche Botschaft an sie:"Wer ist denn die Mutter der Götter?Sie ist die Quelle der weisen und schöp- ferischen Götter,die wiederum die sichtbaren Götter leiten;sie ist sowohl Mutter als auch Geliebte des mächtigen Zeus.Sie herrscht über jede Form des Lebens und die Abfolge der Generationen;sie bringt mit Leichtigkeit alles Seiende zur Vollendung, und es ist sehr wahr,das sie die Mutter aller Götter ist".Die Kirchenväter waren ganz und gar nicht dieser Ansicht.Der "heilige" Augustinus nannte Kybele eine Hurenmutter.(Top)
MARIA
Die Väter der christlichen Kirche setzten d. Verehrung Marias
erheblichen Widerstand entgegen,denn sie waren sich darüber im klaren,daß Maria aus
einer Mischung ver- schiedener althergebrachter Göttinnen bestand;zu diesen Göttinnen
gehörten Mariam- ne,die semitische Gottesmutter und Himmelskönigin,Aphrodite-Mari,die
syrische Ver- sion von Ishtar,Juno,die gesegnete Jungfrau,ISIS als Stella Maris,Stern des
Meeres, Maya,die orientalische Jungfrau-Mutter des Erlösers,die Moiren oder dreifachen
Schicksalsgöttinnen und viele andere Versionen der Großen Göttin.Die Geistlichen
wußten,daß Maria mit denselben Titeln belegt wurde wie ihre heidnischen Vorgänger-
innen:"Königin des Himmels,Herrscherin der ganzen Welt".Die christlichen
Patriarchen versuchten, Maria zu vermenschlichen und herabzusetzen,um zu beweisen,das sie
eine Anbetung nicht wert sei.Epiphanius ordnete an:"Laßt den Vater,den Sohn und den
hei- ligen Geist anbeten,aber laßt niemanden Maria anbeten".Anastasius sagte:"Laßt nie- manden Maria die Mutter Gottes nennen,denn Maria war nur
eine Frau,und es ist un- möglich,daß Gott von einer Frau geboren wurde".Die
Mitglieder einer Sekte,die sich Marianiten nannten und behaupteten,daß Maria die wahre
Eigenschaft der Göttlichkeit besäße,wurden von der Kirche bis ins 5. Jahrhundert hinein
als Ketzer verfolgt.Einige christliche Kirchenväter versuchten,dem Dilemma dadurch zu
entkommen,daß sie Ma- rias Mutterschaft angriffen,um zu beweisen,daß sie weder göttlich
noch wirklich müt- terlich gewesen sei.Sie behaupteten,daß Jesus nicht auf gewöhnlichem
Wege gebo- ren worden sei,sondern sich plötzlich vor Maria materilisiert hätte.Papst Nikolaus III. befahl dem Mönch Jean d´Olive,der "im Lernen
und in der Frömmigkeit hervorragend" war, eigenhändig ein Traktat zu verbrennen,das
er zum Lobpreis Marias geschrieben hatte, weil es eine übermäßige Verehrung für sie
ausdrückte.Die christliche Gestalt der Maria entstand in den ersten vier Jahrhunderten
der christlichen Ära Stück für Stück aus Versatzstücken und Teilen der Großen
Göttin,die in allen Tempeln der alten Welt "Söhne Gottes" und Heilande
empfing.Es weist einiges darauf hin,daß die frü- hen Christen Maria als eine Dreiheit
ansahen,obwohl auf dem Konzil von Nicäa der dreiheitliche Charakter der alten dreieinigen
Göttin auf den christlichen Gott überging. Die Waliser vermengten Maria mit der
triadischen Weißen Göttin.Die Zisterzienser nannten sich "Ritter unserer
Herrin" und brachten Maria mit der heidnischen Maiköni- gin.Maria manifestierte sich
auch als die Feenkönigin,die als göttliche Braut der Mön- che über ein Kloster in der
Nähe von Laach wachte.Gothische Kathedralen waren nicht Gott oder Jesus geweiht, sondern
"Notre Dame";sie wurden insgesamt "Unsere Herrinnen" genannt oder
"Paläste der Himmelskönigin".VIELE VON IHNEN WAREN AUF
HEIDNISCHEN HEILIGTÜMERN DER GROSSEN MUTTER ERBAUT.Die römi- sche Kathedrale von Santa
Maria Maggiore liegt über der heiligen Höhle der Magna mater.Santa maria in Aracoeli auf
dem kapitolinischen Hügel war ebenfalls ein Tempel von Tanit.Marias Kirchen wurden in
ganz Italien auf Heiligtümern von Juno,ISIS,Mi- nerva,Diana oder Hekate gegründet.Eine Kirche hieß sogar naiv "Santa Maria sopra
Minerva":"DIE HEILIGE MARIA ÜBER (DEM HEILIGTUM VON) MINERVA".Der gro- ße
ISIS-Tempel in Philae wurde im 6. Jahrhundert Maria geweiht.Auf Zypern wurden Aphrodites
Heiligtümer zu Kirchen Marias;die ZypriotInnen wandten sich weiterhin un- ter Aphrodites
Namen an sie.In Chartres wurde das heidnische Götzenbild der "virgo paritura"
(Gebärenden Jungfrau) in der sogenannten Druidengrotte unter der Kathe- drale
aufbewahrt.Es hieß, es sei eine schwarze Statue von Maria.(Top)
ODIN
Der nordische Allvater.Auch Voten,Wuotan,Wodan.Er war auch Godan,nach hinduist- ischer
Überlieferung ein Herr der westlichen Barbaren und Gemahl der Göttin Godiva, deren Name
in Wirklichkeit eine Verdopplung war:"Göttin-Göttin".Odin wurde als Herr der
Winde mit dem Fürsten der Lüfte gleichgesetzt,was im Christentum einer der Titel des
Teufels war.manchmal erschien Odin auch auf der Erde.Er trat als einäugiger,
graubärtiger alter Hexenmeister auf,der sich auf einen Stock stützte und entweder ei- ne
Kapuze oder einen breitkrempigen Hexenhut trug.Ein anderer gebräuchlicher Titel Odins war
"der einäugige Gott".(Top)
OSIRIS
Osiris hat zu der sich herausbildenden Christusfigur vielleicht mehr Details beigesteu-
ert als jede andere Erlöser-Gottheit,die zu Beginn der christlichen Ära verehrt wurde.In
Ägypten hatte er weit über 200 göttliche Namen.Er wurde Herr der Herren genannt, König
der Könige,Gott der Götter.Er war die Wiederauferstehung und das Leben,der gute
Hirte,Ewigkeit und Endlosigkeit.Osiris´Ankunft wurde durch drei weise Männer
angekündigt:die drei Sterne Mintaka ,Anilam und Alnitak im Gürtel des Orion.Sie zei- gen
direkt auf Osiris´Stern im Osten,den Sirius (Sothis),der seine Geburt anzeigte.In der
syrischen,arabischen und persischen Astrologie war er der Messaeil:der Messias .Osiris war
das Urbild eines Messias und das Urbild einer Hostie.Sein Fleisch wurde in Form von
Abendmahlsbrot aus Weizen,der "Pflanze der Wahrheit",gegessen.Die Ä- gypter
glaubten,das kein Gott außer Osiris den Sterblichen ewiges Leben schenken könne.Der Osiriskult trug etliche Vorstellungen und Redewendungen zur Bibel bei
.Der 23. Psalm war eine Kopie eines ägyptischen Textes,der an Osiris,den guten Hirten,die
Bitte richtete,die Verstorbenen zu den "grünen Weiden" und "Stillen
Wassern" des "nefer- nefer-"-Landes zu führen.Das
Vaterunser gab es schon in Form einer ägypti- schen Hymne an Osiris-Amun,die anfing
mit:"O Amun,O Amun,der du bist im Himmel. "Amun wurde auch am Ende jedes Gebets
angerufen.Die Worte Jesu:"Wenn das Wei- zenkorn nicht in die Erde fällt und
stirbt,bleibt es allein;wenn es aber stirbt,bringt es reiche Frucht (Johannes
12,24),rühren von der osirischen Doktrin her,daß ein sterben- der Mann wie ein
Weizenkorn sei,"daß in die Erde fällt,um aus ihrem Schoß ein neues Leben zu
beziehen".Die Worte Jesu:"Im Haus meines Vaters gibt es
viele Wohnun- gen" (Johannes 14,2),stammen aus einem osirischen Text,in dem von
zahlreichen Arits (Wohnungen) im gesegneten Land von Vater Osiris die Rede ist.Jesu
Heilung d. Toch- ter eines vornehmen Mannes beruhte auf einer Erzählung von einem
osirischen Prie- ster,der eine Prinzessin heilte.Der Bischofsstab
war nichts anderes als der osirische Hirtenstab.Selbst das christliche Kreuz stellte eine
Variante des ägyptischen anch dar, das ebenfalls das "kommende Leben"
symbolisierte.Die heiligen lunaren Zahlen sie- ben, vierzehn und achtundzwanzig
hatten im Kult des Osiris eine herausragende Be- deutung.Der lunare Kreislauf von 28 Tagen
entsprach seinem Abstieg in die Unterwelt und Aufstieg zum Himmel:er benötigte für jeden
Weg vierzehn Tage oder vierzehn Schritte auf seiner mystischen Leiter.(Top)
OSTERN
Ein Frühlingsopferfest,das nach der angelsächsischen Göttin Eostre oder Ostara,einer
nordischen Variante der Astarte,benannt wurde.Ihr heiliger Monat hieß Eastre-monath, der
Mond der Eostre.Angelsächsische Dichter wußten offenbar,daß es sich bei Eostre um
dieselbe Göttin handelte wie bei Kali,Indiens Großer Mutter.Der Osterhase ist äl- ter
als das Christentum.Er galt vormals sowohl im Osten wie im Westen als der heili- ge
Mondhase der großen Göttin.In Deutschland wurden die alten Mythen um Hathor- Astarte,die
das goldene Ei der Sonne legte,in einem Volksbrauch wiederbelebt:Es hieß, der Hase bringe
den braven Kindern am Ostersonnabend Eier.Das christliche Fest bekam erst im späten
Mittelalter den Namen der Göttin,"Ostern".Die IrInnen begingen das Osterfest
weiterhin an einem anderen Tag als die römisch-katholische Kirche. Wahrscheinlich
feierten sie am ehemailgen Tag der Eostre,bis ihnen 632 n. Chr. der römische Kalender
auferlegt wurde.In England wurde Ostern "the Hye-Tide" genannt. Aus diesem Titel
entstand die umgangssprachliche Bezeichnung aller Fest- und Ferientage als "a high
old time",wörtlich "eine hohe alte Zeit",mit der Bedeutung "eine
tolle Zeit".(Top)
PETRUS
Der Mythos vom heiligen Petrus hat das dünne Fädchen geliefert,an
dem das gesam- te,gewichtige Gebäude des römischen Papsttums hängt.Eine einzige Stelle im Mat- thäus-Evangelium besagt,das Jesus mit einem
Wortspiel Simon,dem Sohn des Jonah, den Namen Petrus,"Felsen" gab (lateinisch
"petra")mit den Worten,auf diesen Felsen werde er seine Kirche bauen (Matthäus
16,18-19).Die sogenannte Petrus-Passage ist allerdings eine Fälschung.Sie wurde um das 3.
Jahrhundert n. Chr. aus politischen Gründen nachträglich eingefügt,um das Primat des
Heiligen Stuhls gegenüber rivali- sierenden östlichen Kirchen zu behaupten.Zahlreiche
Bistümer waren in einem Macht- kampf verwickelt,bei dem die Hauptwaffen
Bestechung,Fälschung und Intrigen waren. Lange erfundene Textpassagen wurden in großer
Zahl in heilige Bücher eingefügt,und zwischen den rivalisierenden Parteien,die um die
lukrative Position kämpften,Gottes Elite darzustellen,herrschte ein erbarmungsloser
Wettbewerb.Die meisten Frühkirchen beriefen sich fälschlich auf ihre Gründung durch
einen Apostel,obwohl die Apostel ei- gentlich mehr die Stellvertreter der "Zwölf
Tierkreiszeichen" waren,die mit der Figur des heiligen Königs verbunden waren.Frühe Päpste waren häufig nichts weiter als Na- men,die von den Namen
römischer Götter abgeleitet waren,so zum Beispiel Eleuthe- rios oder Soter;sie wurden
fälschlicherweise in eine künstliche Chronologie eingeführt, um eine kontinuierliche
Nachfolge Petri vorzutäuschen.Doch selbst katholische Gelehr- te geben inzwischen zu,daß
die Geschichte von der Kreuzigung Petri mit dem Kopf nach unten im Beisein Neros und
seiner Beisetzung auf dem Vatikan-Hügel erfunden war.Die eigentlichen Wurzeln der
Petrus-Legende liegen in den heidnisch-römischen Mythen von der Stadtgottheit Petra oder
Pater Liber;nach der Angleichung an den pa- ter patrum (Vater der Väter)des Mithraskultes
ging daraus wiederum die Bezeichnung papa und schließlich "Papst" hervor.Da
sei Name auch Felsen bedeutete,war er auch derjenige,von dem es im Alten Testament
heißt:"...den Felsen,der dich gezeugt hat" (Deuteronomium 32,18).Das
Kirchenfest des heiligen Petrus fand gewöhnlich am Tag des Gottes Janus statt,wenn die
Sonne ins Zeichen des Wassermannes eintrat,dem Symbol für des Jahrestor wie auch für das
Perlentor der Maria-Aphrodite.Heidnische Vorbilder brachten Petrus naturgemäß in die
Position des Hüters der janua coeli,"des Himmelstores",früher ein yonisches
Symbol der Jungfrau Juno.Es steht heute mit Ge- wißheit fest,daß
es in Rom keinen heiligen Petrus gegeben hat,der "das Papsttum ein- gesetzt"
hat.Geschichten über Petrus wurden erst erfunden,nachdem der Apostolische Stuhl bereits
fest etabliert war.Während der ersten fünf Jahrhunderte des Christen- tums war niemand
der Ansicht,der Bischof von Rom habe ein Recht,über andere Bi- schöfe zu herrschen;es
gab keine Doktrin über ein Primat des Apostolischen Stuhls in Rom."Christus
hat die Kirche weder gegründet noch gewollt.Tatsächlich hätte der Je- sus der
Evangelien keinerlei Anlaß gehabt,eine Kirche zu gründen,da seine Hauptbot- schaft
besagte,der Weltuntergang stehe fast unmittelbar bevor.Welchen Ursprung Pe- trus auch
immer gewesen sein mag,er stand für die patriarchalische Opposition gegen das weibliche
Prinzip,wie aus den gnostischen Evangelien hervorgeht,die später aus den Kanon gestrichen
wurden.Der Dialog des Erlösers stellt die heilige Hure Maria Magdalena über alle
Apostel;im Evangelium der Maria heißt es,Christus habe sie am meisten geliebt und ihr
einen geheime Offenbarung gegeben,die Petrus ihr habe ent- locken wollen.In den pistis
Sophia erklärt Maria,sie wage es kaum,freimütig mit Jesus zu sprechen,da "Petrus
mich zögern läßt;ich fürchte mich vor ihm,denn er haßt das weibliche
Geschlecht".Mittelalterliche Legenden deuten ebenfalls auf einen Antifemi- nismus
Petri hin.Es hieß,Petrus habe eine Tochter gehabt,Petronella ("Kleine Petra")
,die seiner Ansicht nach zu schön war;daher betete er zu Gott,er möge sie mit einer
tödlichen Krankheit schlagen,und Gott erhörte sein Gebet.In der Legenda Aurea heißt
es,Petrus habe Frauen gefoltert,um ihnen die Teufel auszutreiben.Papst Innozenz III.
setzte die Richtlinien päpstlicher Politik mit seiner Erklärung:"Der Herr hat
Petrus die Führung nicht nur der Kirche,sondern der ganzen Welt übertragen".Die
Bulle "Unam Sanctam" von Papst Bonifazius VIII erklärte,jedes menschliche Wesen
auf Erden müs- se "dem römischen Pontifex unterworfen sein".Ein anderer
Nachfolger Petris war der entgegen seinem Namen (Clemens heißt "der
Milde")äußerst unsanfte Papst Clemens VII.,der wegen seiner Vorliebe für Massaker
den Spitznamen "der Schlächter" trug.Er versprach den rebellischen Bewohnern
von Bologna,er werde "seine Hände in ihrem Blut waschen".1376 versprach er
Cesena,Gnade walten zu lassen,und tötete dann fünftausend Bürger der Stadt.Es gab
Aufstände gegen ihn.Das Volk verjagte ihn aus Rom und Neapel mit Rufen:"Tod dem
Antichrist!Tod Clemens und seinen Kardinälen!". Wenn die Nachfolger Petri eine
gemeinsame Eigenschaft hatten,dann die Habgier.Sie war ein so durchgängiger
Charakterzug,daß die Renaissance-Päpste es zum Gerücht erklärten,daß Jesus und Petrus
arme Männer gewesen seien.Als Martin Luther 1511 Rom besuchte,war
er so schockiert vom dekadenten Luxus der päpstlichen Hofführ- ung,daß er schrieb,wenn
es eine Hölle gebe,dann sei Rom auf ihr erbaut.Selbst wenn Tiberius,der heidnische
Imperator,ein solches Ungeheuer gewesen sei,wie Suetonius schreibt,sei er dennoch ein
Engel im Vergleich zum damaligen Hof in Rom.Dort ser- vierten zwölf nackte Mädchen das
Abendessen.das war ein ziemlicher Kontrast zum allgemein verbreiteten Bild der zwölf
Apostel.(Top)
PUCELLE
"Die Jungfrau",französische Bezeichnung für jede Frau,die die jungfräuliche
Göttin der druidischen Feenreligion verkörperte.Es war auch der Beinahme von Jeanne d
´Arc,ein Hinweis,daß ihr Glaube im Grunde nichtchristlicher Natur war.Britische
HeidInnen nannten Maid Marian auch "pucelle" oder "Maiden of the
Coven".Ihr Gemahl war Ro- bin Hood oder Robin Goodfellow,bekannt als Gott der Hexen.(Top)
ROSENKRANZ
Die Dominikanermönche haben behauptet,der Rosenkranz habe seinen Ursprung in der
"beseligenden Gottesschau" des heiligen Dominik in der Kirche St. Sabina in Rom.
In Wirklichkeit übernahmen die ChristInnen den Rosenkranz jedoch
von orientalischen HeidInnen.Sein wahrer Ursprung liegt im hinduistischen
"japamala",jener "Rosenperlen- schnur",die der Rosenkranz der Mantras
genannt und von Kali Ma getragen wurde. (Top)
SARA-KALI
"Königin Kali",die von den ZigeunerInnen verehrte Göttin stammte ursprünglich
aus Hindustan.Europäische ZigeunerInnen wähnten ihre Göttin in der alten
"Druiden-Grot- te" unterhalb der Kathedrale von Chartres;zur Zeit der
Carnuten,der "Kinder der Göttin Car",war diese Grotte - der Innenbereich eines
heiligen Berges - als der "Mutterschoß Galliens"
bekannt.Carnac,Kermario,Kerlescan,Kercado,das spanische Carmona und auch Chartres waren
nach dieser Göttin benannt;sie war vermutlich eine keltische Va- riante der Kore oder
Q´re,die bei den Völkern des Ostens bis zur Kauri (einem ander- en Namen der Kali)
zurückverfolgt werden kann.In der druidischen Grotte befand sich die Statue einer
schwarzen gebärenden Göttin,die bestimmten Darstellungen der Kali ähnelt.Die Christen haben dieses alte Symbol übernommen und nannten es
"virgo pa- ritura" (gebärende Jungfrau).Für einige ZigeunerInnen war
die Sara-Kali die Königin des Himmels und der Erde.Nach einer geheimen Überlieferung
waren alle französisch- en Kathedralen als irdisches Abbild des Sternbildes
"Jungfrau" angelegt,das als die himmlische Wohnung der Sara-Kali galt.(Top)
THOR
Altnordischer Gott des Blitzes und des Donners,der dem germanischen Donar und dem
römischen Jovis (Jupiter) entsprach.daher kommt es,daß der römische "dies jo-
vis"(Lat. "Tag des Jupiter",erhalten in ital. "giovedi" und
franz. "jeudi")im Deutschen zu Donnerstag und im Englischen zu Thursday wurde.Im
alten England hatte Thor minde- stens sechs bedeutende Heiligtümer;der Name der Ortschaft
Thurstable in Essex be- eutete ursprünglich "Thors Pfeiler".Thors Kult hatte
bis zum 11. Jahrhundert Bestand; um diese Zeit erwähnte ein christlicher
Chronist,daß Thor - oder sein Priester- "der böse Mann von Kent" sei,der als
Königsberater fungierte.Als man die Sachsen mit Ge- walt zum Christentum bekehrte,zwang
man sie,"Thunaer,Woden,Saxnot abzuschwö- ren ".Trotzdem wurde Thor im Norden
weiterhin verehrt.Sein Heiligtum zu Maerin bei Trondheim bestand noch im 11.
Jahrhundert.Eligius, der Bischof von Noyons,schalt die Christen im 7. Jahrhundert,daß sie
den Donnerstag als heiligen Tag des Thor ehrten; trotzdem wurde "Thors Hammer"
noch 500 Jahre später als heilige Relique und Ur- sprung des Donners in vielen Tempeln
verehrt.Von der Bevölkerung Preußens wurde Jupiter-Thor bis zum 16. Jahrhundert "in
heiligen Wäldern verehrt,wo sie Opfer dar- brachten und heilige Quellen hatten,denen
Christen sich nicht nähern durften".Der Na- me Thors leitet sich offenbar vom
Donner-Stier des mittleren Ostens her,mit dem auch Jupiter identisch war.Wie die anderen
Formen des Stier-Gottes war er mit der Erd- Göttin Thrud,"Kraft" oder
"Stärke" vermählt.Obgleich spätere Mythen Thrud manchmal als seine
"Tochter" bezeichneten,war sie die Herrscherin in Thors Heim in Asgard:es hieß
Thrudvangar,"Thruds Feld".(Top)
WALPURGIS,HEILIGE
Die christianisierte heidnische Göttin der Walpurgisnacht(des Vorabends zum ersten Mai).Walpurgis war die Maikönigin,deren Kult in Deutschland derartig beliebt
war,daß die Kirche sie sich auf die übliche Weise zu eigen machte:durch eine
fadenscheinige Heiligsprechung.Ihrer Heiligenlegende war die Walpurgis eine
Angelsächsin,die im ach- ten Jahrhundert als oberste Äbtissin das Doppel-Klosters von
Heidenheim leitete; aber es gibt keinerlei zeitgenössische Berichte über die Lebens- und
Amtszeit dieser "Äbtis- sin".Der Tag der Heiligen wurde vom Vorabend des ersten
Mai in den Februar verlegt; möglicherweise wollte man damit die ausgelassenen
Walpurgisfeiern unterbinden, a- ber die "Hexen" feierten das Hochzeitsfest zu
Ehren d. Walpurgis an seinem ursprüng- lichen Datum.(Top)
WEIHNACHTEN
Während der ersten drei Jahrhunderte kannte die christliche Kirche den Geburtstag ihres
Heiland nicht.Im 4. Jahrhundert gab es eine lange Diskussion über ein mögliches
Datum.Manche waren für den populären Tag des Koreion,an dem die göttliche Jung- frau in
Alexandria den neuen Aion gebar.Heute heißt dieser Tag Epiphanias und ist in der
armenischen Kirche immer noch der offizielle Geburtstag Christi,und in der grie-
chisch-orthodoxen Kirche wird dieser Tag feierlicher begangen als Weihnachten.Die
römischen Kleriker neigten mehr zum Mittwinterfest des Mithraskultes,das "Dies
Natilis Solis Invictus","Geburtstag der unbesiegbaren Sonne" genannt und
von Kaiser Aureli- anus mit dem griechischen Sonnenfest der Helia vermischt wurde.An
diesem 25. De- ember wurden auch Götter wie Attis,Dionysos,Osiris und andere Versionen
des Son- nengottes gefeiert.Die meisten heidnischen Mysterienkulte
feierten die Geburt des göttlichen Kindes zur Wintersonnenwende.Bräuche wie
Weihnachtsbäume, Geschen- ke,Kerzen,Mistelzweige,Stechpalmensträucher,Lieder,Feiern und
Prozessionen waren allesamt heidnisch und stammen aus der Verehrung der Göttin als Mutter
des Göttlich- en Kindes.Die Weihnachtsbäume entwickelten sich aus den "pinea
silva", Pinienhainen, die bei den Tempeln der Göttin lagen.Die Feiern der
Weihnachtszeit blieben offensicht -lich heidnisch,so daß viele Kirchenmänner verbittert
ihre "fleischliche Extravaganz und Ausgelassenheit" beklagten.Polydor Virgil
schrieb:"Tänze,Maskerade, Mummenschän- ze, Bühnenstücke und andere solche
Störungen des Weihnachtsfestes,die heute bei den ChristInnen gebräuchlich sind,leiteten
sich von diesen Saturnalien und Baccanalen ab;deshalb sollten alle frommen Christen sie
auf ewig verabscheuen".Die Puritaner des 17. Jahrhunderts in
Massachusetts versuchten,das Weihnachtsfest wegen seines offensichtlich heidnischen
Ursprungs ganz abzuschaffen,was ihnen natürlich nicht ge- lang. (Top)
WOTAN
Die angelsächsische und fränkische Variante des Odin,den die GotInnen Godan (Gott) oder
Vater Goth nannten.Der englische "wednesday" (Mittwoch,wörtlich
"Wotanstag") weist noch auf den ihm geheiligten Tag hin.In
Deutschland gelang es dem Klerus mit der Zeit,für diesen Tag den Namen
"Mittwoch" durchzusetzen;so konnte er verhindern, daß ständig der Name einer
heidnischen Gottheit in den Mund genommen wurde.(Top)